Über 1.600 kostenlose Vorschul-Arbeitsblätter: alle 107 Themen als PDF

Martin von Vorschule.Online 19 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Auf vorschule.online finden Sie über 1.600 kostenlose Vorschule-Arbeitsblätter, sortiert in 107 Themen – von Buchstaben und Zahlen über Schwungübungen und Labyrinthe bis zu Gefühlen, Straßenverkehr und Jahreszeiten. Jedes Thema enthält 15 Blätter in einem PDF, die von leicht bis knifflig aufgebaut sind. Sie können alles ohne Anmeldung herunterladen und zu Hause ausdrucken.

In dieser Übersicht finden Sie alle 107 Themen auf einen Blick, jeweils mit einem Satz dazu, was Ihr Kind damit übt. Vorher lesen Sie, wie Sie die Arbeitsblätter so einsetzen, dass sie Freude machen statt Druck – mit einem Beispiel-Wochenplan für 10 bis 15 Minuten am Tag.

Das steckt in den Vorschul-Arbeitsblättern

Jedes Thema ist ein kleines Paket: 15 Seiten, die aufeinander aufbauen. Die ersten fünf Blätter sind leicht und eignen sich zum Kennenlernen, die Blätter 6 bis 10 sind mittelschwer, die letzten fünf sind knifflig und richten sich an Kinder, die schon etwas Übung haben. So können Sie bei einem Thema bleiben und trotzdem mitwachsen, statt ständig nach neuem Material zu suchen.

Die Aufgaben arbeiten fast immer mit Bildern. Ihr Kind muss also nicht lesen können – Sie lesen die Aufgabe kurz vor, und los geht’s. Viele Blätter haben Startpunkte und Pfeile, manche enthalten Teile zum Ausschneiden, etwa Memory, Domino oder Bingo. Wenn Sie lieber nach Fähigkeiten stöbern möchten, hilft Ihnen auch die Übersichtsseite aller Arbeitsblätter.

  • Umfang: 107 Themen mit je 15 Blättern, zusammen über 1.600 Seiten.
  • Aufbau: Blatt 1–5 leicht, 6–10 mittel, 11–15 knifflig.
  • Format: ein PDF pro Thema, zum Ausdrucken zu Hause.
  • Kosten: Die Arbeitsblätter sind kostenlos, ohne Anmeldung und ohne E-Mail-Adresse.
  • Alter: gedacht für Kinder von etwa 4 bis 6 Jahren, also für Kita-Kinder im Jahr vor der Einschulung und davor.

So nutzen Sie die Vorschule-Arbeitsblätter richtig

Ein Arbeitsblatt ist dann gut, wenn Ihr Kind danach stolz ist – nicht, wenn es fehlerfrei ist. Die folgenden Punkte haben sich im Familienalltag bewährt und passen zu dem, was Kitas und Grundschulen für das Vorschulalter empfehlen: kurz, regelmäßig, spielerisch.

  1. Passend zum Alter wählen. Mit vier Jahren sind Ausmalbilder, Wege nachfahren, leichte Labyrinthe und die ersten Seiten der Zahlenpakete ein guter Einstieg. Mit fünf und sechs Jahren kommen Buchstaben, Silben, Zahlzerlegung und Rechengeschichten dazu.
  2. 10 bis 15 Minuten reichen. Länger können sich die meisten Vorschulkinder am Tisch nicht gut konzentrieren. Hören Sie lieber auf, solange es noch Spaß macht.
  3. 1 bis 2 Blätter am Tag. Mehr bringt nicht mehr. Ein freier Tag pro Woche (oder auch drei) schadet überhaupt nicht.
  4. Aufgabe vorlesen und kurz zeigen. Lesen Sie die Anleitung vor, zeigen Sie die erste Aufgabe mit dem Finger – dann darf Ihr Kind allein weitermachen. Bleiben Sie in der Nähe, aber korrigieren Sie nicht jeden Strich.
  5. Anstrengung loben, nicht nur das Ergebnis. „Du hast ganz genau hingeschaut“ wirkt stärker als „Super, alles richtig“. Ein Stempel oder Sticker am Ende macht das Blatt zu etwas Besonderem.
  6. Von leicht nach schwer. Beginnen Sie vorne im Paket. Klappt ein Blatt nicht, gehen Sie einen Schritt zurück oder legen es eine Woche weg. Die kniffligen Blätter 11 bis 15 sind ein Angebot, keine Pflicht.
  7. Mit dem Alltag verbinden. Nach dem Blatt zur Zahl 4 zählen Sie beim Tischdecken vier Gabeln, nach dem Blatt zum Buchstaben M suchen Sie im Supermarkt Dinge mit „mmm“. So wird aus Papier echtes Verstehen.
  8. Das Kind mitbestimmen lassen. Legen Sie zwei Blätter zur Auswahl hin. Wer wählen darf, macht lieber mit.

Und ganz wichtig: Es ist völlig normal, wenn Ihr Kind an manchen Tagen keine Lust hat oder ein Blatt „zu langweilig“ findet. Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell, und Vorlieben wechseln. Manche Kinder lieben Labyrinthe und meiden Buchstaben, andere ist es genau umgekehrt. Das sagt nichts darüber aus, ob Ihr Kind „bereit“ für die Schule ist.

Beispiel: eine Vorschul-Woche mit Arbeitsblättern

So kann eine ruhige Woche aussehen, wenn Sie mit einem Buchstaben und einer Zahl der Woche arbeiten – hier dem M und der 3. Die Zeit pro Tag liegt bei etwa 10 bis 15 Minuten.

TagArbeitsblatt (1–2 Seiten)Im Alltag weiterspielen
MontagBuchstabe M, Blatt 1 und 2 (nachspuren)Beim Einkaufen Dinge mit „mmm“ suchen: Milch, Möhre, Mehl
DienstagZahl 3, Blatt 1 + eine Seite SchwungübungenDrei Löffel, drei Teller, drei Becher auf den Tisch stellen
MittwochReime, Blatt 1 (Sie lesen vor)Beim Zähneputzen Quatschreime erfinden: Maus – Haus – Klaus
DonnerstagBuchstabe M, Blatt 5 (Anlaut-Bilder) + ein leichtes Labyrinth„Ich sehe was, was du nicht siehst, und das fängt mit mmm an“
FreitagZahl 3, Blatt 4 (Mengen malen) oder ein Ausmalbild nach WahlIm Park drei Stöcke, drei Steine und drei Blätter sammeln
WochenendefreiVorlesen, draußen spielen, Ausflug

Einen ausführlichen Plan über das ganze Jahr – mit Buchstaben, Zahlen und Themen für jede Woche – finden Sie im Ratgeber Das Vorschuljahr zu Hause: der 40-Wochen-Plan.

Alle 107 Themen im Überblick

Die Themen sind in 15 Gruppen sortiert. Ein Klick auf den Namen führt Sie zur Themenseite mit Vorschau und PDF. Sie müssen nicht alle Gruppen nutzen – suchen Sie sich heraus, was zu Ihrem Kind und Ihrer Woche passt.

Buchstaben A–Z: 26 Arbeitsblatt-Pakete

Für jeden Buchstaben gibt es ein eigenes Paket: nachspuren mit Pfeilen, Anlaut-Bilder ausmalen, Suchsel, Geheimbild und am Ende den Buchstaben im Satz finden. Ideal, wenn Ihr Kind Interesse an Buchstaben zeigt oder Sie einen „Buchstaben der Woche“ einführen möchten. Warum es dabei vor allem auf die Laute ankommt, erklärt der Ratgeber Lesen lernen vor der Schule.

  • Buchstabe A: Anlaut-Bilder wie Apfel, Ananas und Affe; Au-Wörter fehlen bewusst, weil sie anders klingen.
  • Buchstabe B: vom großen B bis zum kleinen b, mit Ball, Banane und Baum zum Heraushören.
  • Buchstabe C: ein Buchstabe, der meist wie K klingt (Clown) – hier steht die Form im Vordergrund.
  • Buchstabe D: Dino, Delfin und Drachen – vom Nachspuren mit Pfeilen bis zum D im kurzen Satz.
  • Buchstabe E: Ente, Esel und Elefant; Ei- und Eu-Wörter sind ausgespart, damit der Laut eindeutig bleibt.
  • Buchstabe F: Fisch, Feder und Frosch – ein Laut, den Kinder gut lange „fffff“ sprechen können.
  • Buchstabe G: mit Geschenk, Gabel und Gans; das kleine g mit Unterlänge braucht etwas Übung.
  • Buchstabe H: Haus, Hund und Hase, dazu ein Anlaut-Domino für die kniffligen Seiten.
  • Buchstabe I: Igel, Iglu und Insel; das kleine l kommt absichtlich nicht als Ablenker vor.
  • Buchstabe J: Jojo, Jacke und Joghurt – ein seltener Laut, den viele Kinder mit Begeisterung entdecken.
  • Buchstabe K: Katze, Kopf und Kanne; ein guter Buchstabe für die ersten selbst geschriebenen Wörter.
  • Buchstabe L: Lampe, Löwe und Leiter; das große I wird bewusst nicht als Verwechsler genutzt.
  • Buchstabe M: Maus, Mond und Mund – oft einer der ersten Buchstaben, weil „Mama“ damit beginnt.
  • Buchstabe N: Nase, Nest und Nuss; prima zusammen mit dem M, weil beide ähnlich aussehen.
  • Buchstabe O: Ohr, Ofen und Orange; der runde Buchstabe ist ein leichter Einstieg ins Schreiben.
  • Buchstabe P: Pilz, Pinsel und Puppe; Pf-Wörter wie Pferd sind ausgelassen, weil sie anders anfangen.
  • Buchstabe Q: Qualle als Bildwort, Q fast immer mit u – der Schwerpunkt liegt auf Form und Schreiben.
  • Buchstabe R: Rose, Regenschirm und Rakete; schön für Kinder, die gern „rrrr“ wie ein Motor brummen.
  • Buchstabe S: Sonne, Sofa und Socke mit dem weichen, summenden S; Sch-, St- und Sp-Wörter fehlen bewusst.
  • Buchstabe T: Tisch, Topf und Tomate; ein kurzer, klarer Laut, den Kinder leicht heraushören.
  • Buchstabe U: Uhr, Ufo und Uhu – ein Vokal, der sich gut lang und deutlich sprechen lässt.
  • Buchstabe V: Vogel und Vase; V klingt mal wie F, mal wie W – das wird hier spielerisch erklärt.
  • Buchstabe W: Wolke, Wal und Wurm; die Zickzack-Form ist zugleich eine kleine Schwungübung.
  • Buchstabe X: X klingt wie „ks“ und steht selten am Anfang (Xylofon) – hier geht es vor allem um die Form.
  • Buchstabe Y: Yeti als Bildwort; ein seltener Buchstabe, gut für Kinder, die das ganze ABC sammeln wollen.
  • Buchstabe Z: Zug, Zebra und Zahn mit dem „ts“-Laut, als krönender Abschluss des Alphabets.

Laute, Reime & Silben

Bevor Kinder lesen, müssen sie Wörter genau hören können: Reime erkennen, Silben klatschen, Laute heraushören. Diese Fähigkeit nennt man phonologische Bewusstheit – sie gilt als eine der wichtigsten Grundlagen für das Lesen- und Schreibenlernen, und Ihr Kind braucht dafür noch keinen einzigen Buchstaben zu kennen.

  • Anlaute: den ersten Laut eines Wortes heraushören – mit Bingo, Domino und Sortierkästen, ganz ohne Lesen.
  • Anlauttabelle: ein Poster von A bis Z plus Buchstabenkarten, Anlaut-Memory und Tischleiste – am besten dort aufhängen, wo Ihr Kind malt.
  • Reime: Reimpaare verbinden, Quatschwörter erfinden und Reim-Memory spielen; schult das genaue Hinhören.
  • Silben 1: klatschen & Bögen: Wörter klatschen, stampfen und mit Silbenbögen malen – der einfachste Einstieg, auch mit dem eigenen Namen.
  • Silben 2: zählen: Silben zählen, Wortlängen vergleichen und die Zahl dazu schreiben; verbindet Sprache und Mathe.
  • Silben 3: sortieren & spielen: Silben-Häuser, Domino, Quartett und Wortverdreher für Kinder, die das Klatschen schon sicher können.
  • Laut am Anfang, in der Mitte, am Ende: genau in Wörter hineinhören: Wo steckt das „mmm“ in Maus, Lampe und Baum?
  • Laute verbinden: Sie sprechen ein Wort wie ein Roboter („M – au – s“), Ihr Kind findet das Bild – die wichtigste Vorstufe des Lesens.

Sprache & Erzählen

Diese Gruppe stärkt Wortschatz, Satzbau und das Erzählen. Sie eignet sich besonders für gemeinsame Gesprächsrunden am Tisch – und für Kinder, die mit mehreren Sprachen aufwachsen und Deutsch nebenbei festigen.

  • Wörter und Sätze: entdecken, dass Sätze aus einzelnen Wörtern bestehen: Wörter zählen, Satz-Puzzles legen, Quatsch-Sätze erkennen.
  • Einzahl, Mehrzahl & Artikel: „ein Apfel – viele Äpfel“ und der, die, das spielerisch üben, ohne eine einzige Grammatikregel zu pauken.
  • Bildergeschichten: 3 bis 6 Bilder in die richtige Reihenfolge bringen und dazu erzählen – gut für Sprache und späteres Textverständnis.

Schreiben lernen: Buchstaben, Zahlen, Name

Hier geht es um die richtige Schreibrichtung: Wo fängt ein Buchstabe an, in welche Richtung läuft die Linie? Wer das vor der Schule spielerisch kennenlernt, muss sich später nichts mühsam abgewöhnen. Mehr zu Stifthaltung, Schwüngen und dem eigenen Namen lesen Sie im Ratgeber Schreiben lernen vor der Schule.

  • Buchstaben nachspuren: das ganze Alphabet in Druckschrift mit Startpunkten und Pfeilen, geordnet nach Formen, bis zu ersten Wörtern wie MAMA und OPA.
  • Zahlen schreiben: die Ziffern 0 bis 10 formklar schreiben und ähnliche Ziffern wie 6 und 9 unterscheiden – bis hin zum Notruf 112.
  • Namen schreiben: den eigenen Namen erkennen, nachspuren und selbst schreiben; meist das Lieblingsblatt, weil es so persönlich ist.

Zahlen 1–10 und Zahlzerlegung

Für jede Zahl von 1 bis 10 gibt es ein Paket, das Ziffer, Menge und erste Rechengeschichten verbindet. Dazu kommen drei Pakete zur Zahlzerlegung – also zu der Erkenntnis, dass 5 aus 2 und 3 oder aus 4 und 1 bestehen kann. Was Ihr Kind in Mathe bis zur Einschulung wirklich braucht, fasst der Ratgeber Mathe vor der Schule zusammen.

  • Zahl 1: Ziffer, Finger und Würfelbild für die Eins – ein entspannter Start, auch schon für Vierjährige.
  • Zahl 2: Paare finden, zwei Dinge im Wimmelbild zählen und die 2 mit ihrem Bogen sicher schreiben.
  • Zahl 3: die erste Zahl, die sich zerlegen lässt (1 und 2) – gut für den Einstieg ins Teil-Ganzes-Denken.
  • Zahl 4: Mengen von vier auf Würfel, Fingern und im Zehnerfeld wiedererkennen und erste Nachbarzahlen finden.
  • Zahl 5: die Hand als Rechenhilfe: fünf Finger, fünf Punkte auf dem Würfel, „eins mehr, eins weniger“.
  • Zahl 6: Mengen über fünf hinaus sicher erfassen – mit Würfel, Fingern und Zehnerfeld.
  • Zahl 7: die Sieben schreiben, Mengen malen und kleine Rechengeschichten lösen – passend zu sieben Wochentagen.
  • Zahl 8: die Acht in der richtigen Richtung schreiben und größere Mengen im Wimmelbild zählen.
  • Zahl 9: Mengen fast bis zur Zehn vergleichen, mehr oder weniger als 9 bestimmen.
  • Zahl 10: die zweistellige Zehn kennenlernen, das volle Zehnerfeld sehen und alle Zahlen bis 10 zusammenbringen.
  • Zahlzerlegung 4 und 5: Plättchen färben, Vögel auf zwei Ästen zählen, Becher-Rätsel lösen – hier wächst das Fundament für Plus und Minus.
  • Zahlzerlegung 6 und 7: dieselben Spielideen mit größeren Zahlen, dazu die „Kraft der Fünf“ als Zähl-Abkürzung.
  • Zahlzerlegung bis 10: Zehnerpartner im Zehnerfeld, Waage-Rätsel und Aufgaben mit dem Ergebnis 10 für geübte Vorschulkinder.

Zahlen & Rechnen

Diese Pakete gehen über einzelne Zahlen hinaus: zählen, vergleichen, ordnen, erste Plus- und Minus-Geschichten. Sie passen gut, wenn Ihr Kind die Zahlen bis 10 schon kennt und neugierig auf mehr ist.

  • Zählen bis 10: Tiere, Finger und Bauklötze zählen, Strichlisten führen – damit aus dem Aufsagen echtes Zählen wird.
  • Mengen vergleichen: mehr, weniger oder gleich viele erkennen, auch wenn die Dinge anders liegen; mit dem Krokodil für größer und kleiner.
  • Zahlen bis 20: „10 und noch 3“ im doppelten Zehnerfeld sehen – für Kinder, die bis 10 schon sicher sind.
  • Zahlenreihe: Lücken füllen, Vorgänger und Nachfolger finden, beim Raketenstart rückwärts zählen und ein Hüpfekästchen draußen nachspielen.
  • Rechengeschichten: Plus und Minus als kleine Geschichten erleben: Vögel fliegen dazu, Kekse werden gegessen – alles im Zahlenraum bis 10.
  • Gerecht teilen: Kekse verteilen, halbieren, verdoppeln und Ordnungszahlen wie „der Dritte in der Schlange“ kennenlernen.

Formen, Muster & Messen

Formen erkennen, Regeln in Mustern finden und Größen vergleichen gehört ebenfalls zur frühen Mathematik – und trainiert nebenbei das logische Denken.

  • Formen erkennen: Kreis, Dreieck, Quadrat und Co. sowie Körper wie Kugel und Würfel benennen und im Alltag wiederfinden.
  • Muster fortsetzen: Perlenketten, Formen- und Zahlenmuster weitermalen – von einfachen AB-Mustern bis zu zwei Merkmalen gleichzeitig.
  • Größen & Messen: groß und klein, schwer und leicht vergleichen, mit Büroklammern messen und als Mess-Detektiv durch die Wohnung ziehen.

Uhr & Zeit

Ein Gefühl für Zeit entwickelt sich langsam. Diese Blätter helfen, Tagesablauf, Wochentage und Jahreszeiten greifbar zu machen – die Uhr ganz genau lesen zu können, ist vor der Schule aber kein Muss.

  • Uhrzeit lernen: kurzer und langer Zeiger, volle und halbe Stunden, dazu eine Lernuhr zum Basteln und der eigene Tagesablauf.
  • Wochentage & Jahreszeiten: gestern, heute, morgen, die Wochen-Raupe, der Jahreskreis und ein Wetter-Wochenbuch zum Beobachten.

Feinmotorik: Schwünge, Wege, Schneiden

Lockere Hände und eine sichere Stiftführung sind die beste Vorbereitung auf das Schreiben. Diese Gruppe passt schon für Vierjährige und eignet sich gut für Tage, an denen Ihr Kind „einfach nur malen“ möchte.

  • Schwungübungen: Wellen, Girlanden, Zacken und die liegende Acht – vom großen Armschwung bis zur feinen Bewegung aus dem Handgelenk.
  • Wege nachfahren: den Stift auf breiten, dann immer schmaleren Straßen sicher zum Ziel führen; schult das Zusammenspiel von Auge und Hand.
  • Schneideübungen: von kurzen Schnipseln ins Gras bis zur Schlangen-Spirale und einer Krone zum Basteln – mit dick gestrichelten Linien.
  • Mandalas: beim Ausmalen zur Ruhe kommen; die Flächen werden von Blatt zu Blatt kleiner und fordern mehr Ausdauer.
  • Punkt-zu-Punkt: Zahlen- und Buchstabenfolgen verbinden, bis ein Stern, eine Rakete oder eine Burg entsteht – danach wird ausgemalt.
  • Abzeichnen im Punktraster: Linien und Figuren genau übertragen; eine Fähigkeit, die auch bei der Schuleingangsuntersuchung angeschaut wird.

Konzentration & Wahrnehmung

Genau hinschauen, dranbleiben, Unterschiede entdecken: Diese Rätsel machen vielen Kindern so viel Spaß, dass sie kaum merken, wie viel sie dabei üben. Die Labyrinthe und Suchbilder sind in fünf Schwierigkeitsstufen bzw. Themenwelten aufgeteilt. Hintergründe zu Hören, Sehen und Merken finden Sie im Ratgeber Wahrnehmung und Konzentration vor der Schule.

Welt & Alltag: Gefühle, Verkehr, Körper, Forschen

Schulreife ist mehr als Buchstaben und Zahlen. Diese Pakete greifen Themen auf, die Kinder im Alltag stark machen: Gefühle verstehen, sicher über die Straße gehen, gesund bleiben, Fragen stellen und sich bewegen. Warum gerade das so wichtig ist, lesen Sie im Ratgeber Bereit für die Schule – auch im Herzen.

  • Gefühle: fröhlich, traurig, wütend und ängstlich erkennen und benennen – mit Gefühle-Würfel, Memory und einer Idee, was bei Wut hilft.
  • Straßenverkehr: Ampel, Zebrastreifen und „links – rechts – links“ üben, einen Schulweg-Plan malen und am Ende das Fußgänger-Diplom bekommen.
  • Gesundheit & Körper: Körperteile und Sinne kennenlernen, dazu Zähneputz-Kalender, Händewasch-Schritte und ein bunter Teller.
  • Experimente: erst vermuten, dann ausprobieren: schwimmt oder sinkt, Magnete, Farben mischen, Kresse ziehen – alles mit Haushaltsdingen und gemeinsam mit Ihnen.
  • Bewegungskarten: Tiere nachmachen, balancieren, Kinder-Yoga und ein Wohnzimmer-Parcours – perfekt für Regentage und kurze Pausen zwischen zwei Blättern.

Ausmalbilder

Ausmalen ist kein „Lückenfüller“: Es übt Stiftführung, Ausdauer und Farben. Die Ausmalbilder sind schwarz-weiß gestaltet und enthalten neben klassischen Motiven auch Malen nach Zahlen, Symmetrie und kleine Bildergeschichten.

  • Ausmalbilder Herbst: Kürbis, Igel und bunte Blätter, dazu ein Farbcode mit Zeichen für Kinder, die noch keine Zahlen lesen.
  • Ausmalbilder Winter: Schneemann, Pinguine und Schlitten für gemütliche Nachmittage drinnen.
  • Ausmalbilder Sommer & Strand: Sandburg, Unterwasserwelt und Eis – ideal für die Reise, ein paar Stifte genügen.
  • Ausmalbilder Schulanfang: Schultüte, Ranzen und Klassenzimmer wecken Vorfreude auf den großen Tag.
  • Ausmalbilder Geburtstag: Kuchen, Geschenke und Luftballons – als ruhige Station auf der Kinderparty oder als gemalter Glückwunsch.

Jahreszeiten & Feste

Diese Pakete mischen verschiedene Fähigkeiten – Zählen, Anlaute, Muster, Labyrinthe, Basteln – rund um ein Thema, das Ihr Kind gerade sowieso beschäftigt. Hier in der Reihenfolge des Kita-Jahres:

  • Herbst: Blätter zählen, Kürbisse ordnen und mit Äpfeln rechnen – passend zu Spaziergängen mit Kastaniensammeln.
  • Sankt Martin: Laternen zählen, Silben klatschen und eine eigene Laterne basteln, rund um das Thema Teilen.
  • Advent & Weihnachten: Punkte zum Stern verbinden, Lebkuchen zählen und ein Würfelspiel für die ganze Familie.
  • Winter: Handschuh-Paare finden, Schneeflocken zählen und einen Schneemann zum Aufkleben basteln.
  • Fasching & Karneval: Masken symmetrisch ergänzen, Fino verkleiden und eine Krone für die Feier basteln.
  • Frühling: vom Samen zur Blume, Schmetterlingsflügel spiegeln und das Wort BLUME nachspuren.
  • Ostern: Eier-Muster fortsetzen, versteckte Eier zählen und Hasenohren zum Aufsetzen basteln.
  • Sommer: Muscheln zählen, Silben am Strand klatschen und mit Erdbeeren rechnen – für Ferientage und Regenpausen.
  • Schulanfang: in Gedanken den Ranzen packen, das Wort SCHULE nachspuren und eine Mini-Schultüte basteln – ganz ohne Druck.

Spiele & Basteln

Manchmal ist ein gemeinsames Spiel am Küchentisch die beste Übung. Dafür brauchen Sie meist nur Schere, Würfel und ein paar Knöpfe.

  • Spiele zum Ausdrucken: Memory, Domino, Bingo, Leiterspiel und Uhrzeit-Memory mit kurzen Anleitungen für Eltern – so wird Zählen und Rechnen zum Familienspiel.

Für Eltern: Checklisten und Vorlagen

Diese drei Pakete sind für Sie gedacht. Sie helfen, den Überblick zu behalten, ohne Ihr Kind zu testen – und machen sichtbar, was schon alles klappt.

  • Checkliste Schulstart: neun Bereiche von Bewegung bis Schulweg, jeweils mit Spielideen, dazu Materialliste, Notizen für die U9 und ein Fahrplan mit Terminen.
  • Ich kann das schon: Bögen zum Ausmalen, auf denen Ihr Kind sieht, was es schon allein schafft – vom Anziehen bis zum Zählen. Stärkt das Selbstvertrauen.
  • Kita-Gespräch: Gesprächsbögen, Protokoll und Stärken-Sonne, um das Entwicklungsgespräch vor der Einschulung entspannt vorzubereiten.

Arbeitsblätter und App: So passt beides zusammen

Papier und Bildschirm schließen sich nicht aus, sie ergänzen sich. Auf dem Arbeitsblatt hält Ihr Kind einen echten Stift, schneidet, klebt und malt. In der Lern-App von vorschule liest Fino, der Fuchs, jede Aufgabe vor, Ihr Kind bekommt sanfte Rückmeldung und kann allein üben, ohne dass Sie danebensitzen müssen. Die App ist derzeit kostenlos und läuft ohne Anmeldung im Browser.

So greifen beide Teile ineinander:

  • Vorschul-Plan: Die App hat einen Plan über 40 Wochen. Jeden Tag gibt es eine Tagesmission aus drei kurzen Spielen (10 bis 15 Minuten), mit Buchstabe und Zahl der Woche. Verpasste Tage sind kein Problem – der Plan wartet.
  • Wochenpaket im Elternbereich: Passend zum Plan finden Sie im Elternbereich Arbeitsblätter zum Drucken. So wählen Sie nicht selbst aus 1.600 Seiten, sondern haben jede Woche eine kleine, passende Auswahl.
  • Schulreife-Profil: Im Elternbereich zeigt eine Ampel für über 20 Fähigkeiten, was schon gut klappt – mit Alltagstipps und passenden Arbeitsblättern. Das ist ausdrücklich kein Test und keine Diagnose, sondern eine Orientierung.
  • Passende Spiele zu jedem Thema: Zu jedem Arbeitsblatt-Thema gibt es passende Spiele in der App. Nach dem Buchstaben-Blatt können Sie etwa Buchstaben schreiben oder Anlaute hören spielen, nach den Silben-Blättern Silben klatschen. Zur Zahlzerlegung passt die Schüttelbox, zum Zahlenschreiben Zahlen spuren. Wer Labyrinthe und Suchbilder mag, findet in Finde alle und Genau hinschauen ähnliche Aufgaben, und Gefühle erkennen knüpft an das Gefühle-Paket an.

Ein bewährter Rhythmus: an manchen Tagen ein Blatt, an anderen die Tagesmission in der App – und an vielen Tagen gar nichts davon, weil draußen gespielt wird. Zusammen sollten Blatt und App die 10 bis 15 Minuten am Tag nicht deutlich überschreiten. Im Elternbereich können Sie dafür ein Tageslimit einstellen.

Was Arbeitsblätter nicht ersetzen

So hilfreich die Blätter sind: Sie sind eine kleine Zutat, nicht das Hauptgericht. Die wichtigsten Dinge für einen guten Schulstart passieren ohne Papier.

  • Freies Spielen: Bauen, Rollenspiele, Kaufladen, Puppenhaus – hier lernt Ihr Kind Planen, Verhandeln, Abwarten und Fantasie. Das kann kein Arbeitsblatt.
  • Vorlesen und Erzählen: Ein Bilderbuch am Abend, Gespräche beim Essen, Fragen beantworten – das stärkt Wortschatz und Sprachgefühl mehr als jede Übung.
  • Bewegung: Klettern, Hüpfen, Balancieren und Radfahren trainieren Körper und Gleichgewicht – und damit auch das ruhige Sitzen am Tisch später.
  • Alltag und Selbstständigkeit: Anziehen, Tisch decken, kleine Aufgaben übernehmen und mit Freunden Streit lösen sind für die Schule mindestens so wichtig wie Buchstaben.

Wenn Sie sich fragen, ob Ihr Kind in einem Bereich besondere Unterstützung braucht, sprechen Sie mit den Erzieherinnen und Erziehern in der Kita oder mit Ihrer Kinderärztin bzw. Ihrem Kinderarzt. Die Arbeitsblätter können eine Beobachtung ergänzen, aber keine fachliche Einschätzung ersetzen.

Das Wichtigste in Kürze

Über 1.600 Arbeitsblätter in 107 Themen klingt nach viel – und das ist es auch. Ihr Kind braucht davon nur einen kleinen Teil. Wählen Sie ein, zwei Themen, die gerade passen, beginnen Sie vorne im Paket und hören Sie nach 10 bis 15 Minuten auf. Mit Vorlesen, Spielen und viel Bewegung dazu ist Ihr Kind gut auf dem Weg in die Schule.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter sind Vorschul-Arbeitsblätter sinnvoll?

Die meisten Kinder haben ab etwa 4 Jahren Freude an einfachen Blättern wie Ausmalbildern, Wege nachfahren oder leichten Labyrinthen. Buchstaben, Silben und Zahlzerlegung passen meist eher mit 5 bis 6 Jahren. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern ob Ihr Kind Lust darauf hat – ein Muss sind Arbeitsblätter in keinem Alter.

Muss ich mich für die Arbeitsblätter anmelden oder etwas bezahlen?

Nein. Alle Arbeitsblätter können Sie kostenlos und ohne Anmeldung als PDF herunterladen. Sie brauchen nur einen Drucker oder einen Copyshop. Sie müssen auch nicht alle 15 Seiten eines Themas drucken, sondern können sich die passenden heraussuchen.

Wie viele Arbeitsblätter sollte ein Vorschulkind am Tag machen?

Ein bis zwei Blätter am Tag sind genug, das entspricht etwa 10 bis 15 Minuten. Mehr bringt in diesem Alter keinen zusätzlichen Nutzen und nimmt eher die Freude. Freie Tage ohne Blatt sind völlig in Ordnung.

Was mache ich, wenn mein Kind keine Lust auf Arbeitsblätter hat?

Erst einmal nichts – Zwang verdirbt die Freude. Probieren Sie ein anderes Thema, etwa ein Labyrinth, ein Ausmalbild oder ein Spiel zum Ausdrucken, oder lassen Sie Ihr Kind zwischen zwei Blättern wählen. Viele Inhalte lassen sich auch ganz ohne Papier üben: Silben klatschen beim Spazierengehen oder Treppenstufen zählen.

Mit welchem Thema fangen wir am besten an?

Beginnen Sie mit etwas, das Ihr Kind ohnehin interessiert – oft ist das der eigene Name, ein Lieblingsbuchstabe oder eine Jahreszeit. Für Vierjährige sind Feinmotorik-Blätter und leichte Rätsel ein guter Einstieg. Innerhalb eines Themas starten Sie immer mit den ersten, leichten Blättern.